Mit Winterdepression besser umgehen



Lichttherapie hilft durch die dunkle Jahreszeit

Stimmungstief und Heißhungerattacken? Viele Menschen fühlen sich im Winter matt, antriebslos und sind gedämpfter Stimmung. Viele greifen dann vermehrt zu Süßigkeiten. Doch es gibt Betroffene, die im Winter besonders leiden. Schuld ist die sogenannte Winterdepression (Saisonal Affective Disorder, SAD), die meist zwischen den Monaten September und April auftritt. Die Symptome wie Traurigkeit, Müdigkeit, Verzweiflung, Gereiztheit und Antriebslosigkeit ähneln zwar einer gewöhnlichen Depression, doch zusätzlich treten ein erhöhtes Schlafbedürfnis und Heißhungerattacken auf. Typisch für die Winterdepression ist, dass sie jährlich wiederkehrt und im Frühjahr verschwindet. Abhilfe bringt eine Lichttherapie mit speziellen Strahlern, die mindestens 2.500 Lux abgeben. Vorbeugend kann auch der tägliche längere Aufenthalt an der frischen Luft helfen.

Bei weniger Tageslicht gerät der Hormonspiegel durcheinander
Bei der Entstehung der Winterdepression scheint die Veränderung der täglichen Tageslichtzeiten eine wichtige Rolle zu spielen. Denn Licht nimmt Einfluss auf unsere innere biologische Uhr. Und diese steht mit unserem Hormonsystem in Verbindung. Entsteht durch weniger Tageslicht nachfolgend beispielsweise eine Mangelerscheinung beim Hormon Serotonin, kann dies bestimmte psychische und körperliche Symptome auslösen. Auch wenn in Deutschland nur ein geringer Prozentsatz der Bevölkerung an einer echten Winterdepression leidet, ist dies für die Betroffenen eine große Belastung. In manchen Fällen besteht sogar Selbstmordgefahr.

Mangel an Serotonin beeinträchtigt Körper und Geist
Aufgrund des reduzierten Tageslichts steigt im Winter die Melatonin-Produktion im Körper. Abhängig vom Lichteinfall auf der Netzhaut wird Melatonin in der Zirbeldrüse im Stammhirm aus der Aminosäure Tryptophan über die Zwischenstufe Serotonin gebildet. Wenn das Melatonin steigt, sinkt gleichzeitig die Menge an Serotonin. Serotoninmangel kann zu Konzentrationsschwierigkeiten, Essstörungen, Gewichtszunahme, Bindegewebsschmerzen, Empfindungsstörungen, Erschöpfung, Angstzuständen, Migräne und Depression führen. Besonders Frauen sind betroffen. Es wird außerdem vermutet, dass die Gattung Mensch, die früher ihre Lebensweise im Winter an den natürlichen Lichtrhythmus angepasst hat, mit der modernen Lebensweise bei künstlichem Licht nicht so gut zurechtkommt.

Lichttherapie-Lampe ab 2.500 Lux kann bei Winterdepression helfen
Erwiesenermaßen kann Lichttherapie bei der Winterdepression eine gute Wirkung zeigen. Bei Verdacht auf eine Winterdepression sollte man den Arzt aufsuchen, um andere Ursachen auszuschließen. Auch eine Untersuchung beim Augenarzt kann sinnvoll sein. Für eine Therapie mit künstlichem weißen Licht, die sehr gute Erfolge bei Winterdepression-Patienten gebracht hat, sind sowohl Lampen wie auch spezielle Lichtbrillen verfügbar. Man sollte täglich circa eine oder zwei Stunden- je nach Lichtstärke - unter der Lichttherapielampe verbringen, z. B. lesend. Am besten geschieht dies am frühen Morgen. Bei den Brillen geht man von einer Viertelstunde Anwendung aus.

Wer nicht ins Freie geht, sollte die Lichttherapie in Erwägung ziehen
Wer sich täglich eine Stunde im Freien bewegt, erreicht allerdings auch bei bedecktem Himmel im Winter eine Luxzahl von 2.000 bis 4.000. Im Sommer liegt die Luxzahl bei Bewölkung bei circa 10.000, bei Sonnenschein bei circa 100.000. Normale Zimmerlampen erreichen nur eine Luxzahl von 300 bis 800. Wer bettlägerig oder an das Haus gebunden ist oder tagsüber im Büro arbeitet, kann von einer Lichttherapie-Lampe gut profitieren. Zusätzlich hat sich bei einer Winterdepression Schlafentzug, d.h. ein verkürztes Schlafverhalten, wie es auch bei einer normalen Depression empfohlen wird, als günstig erwiesen. In schweren Fällen kann der Arzt auch entscheiden, ob eine antidepressiva-Therapie durchgeführt werden sollte.

VORBEUGUNG GEGEN WINTERDEPRESSION:
-Täglich im Freien bei Tageslicht bewegen, am besten eine Stunde.
-Keine Sonnenbrille tragen.
-Bei Anzeichen einer Winterdepression Psychotherapeut aufsuchen bzw. Lichttherapie ausprobieren (vorher Augenarzt aufsuchen, um Erkrankungen auszuschließen).
-Nach Rücksprache mit dem Arzt Antidepressive Therapie durchführen.
-Tagesablauf gut durchstrukturieren.
-Schlafzeiten reduzieren.

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